AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein
AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein

AGW-SH online

Auf diesen Internetseiten stelle ich die AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein und den wieder eingebürgerten Wanderfalken vor.

2013 Marienkirche zum 2. Mal erfolgreicher Brutort der Lübecker Wanderfalken

Der Wanderfalke in seinem rasanten Flug um die Marienkirche

Wieder haben die Wanderfalken erfolgreich an der Marienkirche in der Lübecker Altstadt gebrütet. Nicht ganz so aufregend wie 2011, dafür aber auch mit Überraschungen war dieses Brutjahr für Lübecker Wanderfalkenschützer und Interessierte. Noch Mitte März 2013 wurde das Weibchen an dem Kasten an der Aegidienkirche gesehen und gab damit der Hoffnung, die Falken würden dort wieder brüten, Nahrung. Doch bereits Mitte Mai flogen beide Altfalken um die Marienkirche, sodass der Brutort dort feststand.

Ein Video v. Andreas Schulz Benick auf YOUTUBE:

 Am 24 Mai wurden von mir durch ein Spektiv 2 Jungvögel in der Maueröffnung an der Marienkirche gesehen. Lange Zeit war aber dennoch unklar, wie viele Junge insgesamt in dem Mauerloch
hockten. . Dass die Ausflugsituation nicht einfach ist, war uns auf Grund der Erfahrung aus dem Jahr 2011 bewusst.

Wanderfalkentagebuch von Werner Peschel
Ausführliche Auflistung aller gesammelten Wanderfalkenbeobachtungen um die Lübecker Altstadt
Wanderfalkentagebuch 2013.pdf
PDF-Dokument [53.7 KB]

So war es auch eine Nachricht am 29.6 in der LN „Greifvogel aus Taubenabwehrgitter am Rathaus gerettet" für mich zum Grund, dieser Nachricht näher auf den Grund zu gehen. Denn der Greifvogel konnte nur eines der gerade ausgeflogenen Jungfalken sein. Ein Anrufaktion von Werner Peschel bei allen möglichen Stellen (Polizei, Feuerwehr, Tierheim) brachte heraus, dass der gerettete Greifvogel, es sollte diesmal ein adulter Wanderfalke sein, im Vogelpark Niendorf untergebracht worden war und dort sicherlich gut versorgt wurde. Es war aber klar, dass der Jungfalke schnellstmöglich wieder an den Brutort zurückgebracht werden musste. Da es mir gerade nicht an Zeit und Mobilität mangelte, nahm ich mit dem Leiter des Vogelpark Niendorf Herrn Langfeldt Kontakt auf mit der Absicht, den Falken in Augenschein zu nehmen. Es klappte und nach kurzer Wartezeit, Herr Langfeldt ist sehr in seiner Arbeit eingespannt, durfte ich den Falken in Betrachtung nehmen. Es war natürlich ein Jungfalke. Herr Langfeldt war auch sofort damit einverstanden, den Jungvogel an seinen Geburtsort zurückzubringen., da er ansonsten vom Tierarzt untersucht, gesund und mit Nahrung und Vitaminen versorgt worden war. So durfte ich den Vogel zurück nach Lübeck bringen, wo er noch einen Vogelwartenring von Herrn Peschel angepasst bekam und zurück auf die Dachterrasse bei Karstadt gebracht wurde.

Jungfalke im Taubenabwehrgitter gefangen Foto M. Thiel
Der Jungfalke frisch beringt auf die Dachterasse gesetzt
Attraktion im Karstadt-Restaurant: Der junge Falke wird auf dem Dach von seinen Eltern gefüttert.© Foto: Neelsen

Einige Tage später folgte die nächste Schlagzeile in der LN: Karstadt als Auffangstation für Falken

Junger Greifvogel wird auf der Dachterrasse wieder aufgepäppelt"

Wie Herr Peschel und ich in den nächsten Tagen auch mit Hilfe anderer aufmerksamer Beobachter herausfinden konnten, waren es wohl 3 junge Falken die flügge wurden. Der erste Falke landete zunächst auf der Strasse und wurde ins Lübecker Tierheim eingeliefert, die ihn aber, da er gesund war , unverzüglich in der Fussgängerzone an der Marienkirche ausgesetzt. Ein 3.ter  Falke wurde, während der 1.te  Falke in der Breiten Strasse gesehen wurde und der 2.te Falke bei Karstadt sass, an der Ostseite der Marienkirche an der Dachtraufe gesehen und ist wohl ohne Bodenkontakt flügge geworden. Insgesamt hielt sich der 2. Falke 2 Wochen bei Karstadt auf, bevor er, wie schon vorher seine Geschwister, umherflog. So ein lange Aufenthalt ist sicherlich ungewöhnlich, es mag sein, dass doch eine kleinere Verletzungen ihn zunächst gehandikapt hatte, aber ein zusätzlicher Grund war wohl die perfekte Verpflegung durch die Mutter, die kurze Zeit nach dem Aussetzen ihren Jungvogel wiederentdeckte und mit Nahrung versorgte.

 

B.Bünning im Oktober 2013

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