AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein
AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein

AGW-SH online

Auf diesen Internetseiten stelle ich die AG Wanderfalkenschutz Schleswig-Holstein und den wieder eingebürgerten Wanderfalken vor.

Die unendliche Geschichte oder Jagdfilz bis in Spitzenämter mit erheblichem Verdacht auf Korruption

In mehreren Stellungnahmen, Gutachten und Veröffentlichungen beschrieb ich, dass Jäger sich im Außenbereich so gut wie nie an Gesetze halten und in ihrem rechtswidrigen Tun von Politik, Verwaltung, Staatsanwaltschaft und Polizei darin auch noch abgeschirmt werden. Wer dieses Verhältnis z.B. durch Anzeigen stört, hat mit Gegenanzeigen auch durch Polizei oder Staatsanwaltschaft zu rechnen, die sich dabei wiederum nicht an Gesetze halten (z.B. Verbot der Verfolgung Unschuldiger). Diese Strukturen wirken wie bei einer Mafia. Und obwohl wir es inzwischen wissen, verblüffen doch immer wieder neue Fälle, wie der vom Sommer 2012, erlebt von Dieter Grade, Burg (Dithmarschen), Schleswig-Holstein, welcher eine lange Vorgeschichte hatte.

Dieter hatte am 22.01.2009 in der Gemarkung Eggstedt, Landkreis Dithmarschen, verbotswidrig ausgebrachtes Rattengift an einer Fasanenschütte gefunden und den Sachverhalt bei der zuständigen Polizei in Burg angezeigt

(http://www.natur-in-not-dithmarschen.de/gift.htm).

Bild 1: Die Fasanenschütte mit offen liegendem Rattengift (pinkfarbend – links vor der Plastikröh-re). Foto U. Robitzky v.23.01.2009

Bemerkungen zu Bild 1:. So ist eine direkte Aufnahme durch Vögel und ohnehin eine Sekundärvergiftung von Greifvögeln und Eulen über sterbende oder daran gestorbene Nager möglich. Das ist verboten. Zusätzlich ermittelte Dieter, dass dieses Gift für Deutschland gar keine Zulassung hatte.

Am 23.01.2009 schaute ich mir die Stelle an (um als Zeuge fungieren zu können) und suchte dabei in einem nahe gelegenen Wald gleich nach einem möglichen Uhuvorkommen. Dabei fand ich einen frisch toten Mäusebussard und allerlei Schlachtabfälle von Wild. Weil die Fundumstände auf Vergiftung hindeuteten, nahm ich den Mäusebussard deshalb mit, um ihn untersuchen zu lassen. Bleiben solche Fundstücke liegen, werden sie ebenfalls sofort gefressen, wodurch Untersuchungen nicht mehr möglich sind.

 

Bild 2: 23.01.2009; toter Mäusebussard, der frisch und mit vollem Kropf gestorben war. Er war, wie sich herausstellte, mit Carbofuran vergiftet. Foto: U. Robitzky

Als ich den Wald gerade verlassen hatte, traf ich auf einen Streifenwagen der Polizei, der mit zwei Beamten besetzt war. Natürlich hielt ich ihn an und teilte dabei meinen Fund und den Vergiftungsverdacht mit der Bitte mit, sich des Sachverhalts gleich anzunehmen. Sie wollten nicht einmal aussteigen, was dann einer auf mein Drängen aber tat, wohl auch deshalb, weil ich mich als pensionierter Polizeibeamter zu erkennen gab. So konnte ich ihm die Fundstelle, den Luderplatz und den toten Mäusebussard zeigen, der nach seiner Meinung (wie aus dem Ärmel und ohne ihn näher in Augenschein genommen zu haben) wohl verhungert wäre. Durch Öffnen der Brusthaut bewies ich aber noch vor Ort, dass dieser rund bemuskelt und sogar fett war und mit vollem gefressenem Kropf starb. Die Ermittlungen wollte er aber nicht übernehmen, obwohl es sich um ein Offizialdelikt handelte und für ihn Ermittlungszwang bestand. Er habe von mir gehört und davon, dass ich das vermutlich besser machen würde, waren seine Hinweise. So verblieben wir, dass ich das übernehmen solle, weil die Staatsanwaltschaft die Giftuntersuchung ohnehin nicht finanzieren würde. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Beamte K… hieß, von der Polizeistation Burg kam und selbst Jäger sei. Den Sachverhalt zeigte ich am 24.01.2009 bei der Staatsanwaltschaft in Itzehoe an, die Umweltpolizei in Heide erhielt eine Kopie der Anzeige. Zeitgleich beantragte ich im Umweltministerium bei Herrn Th. Gall die Kostenübernahme für die Giftuntersuchung, die ich sofort per Email erhielt. Daraufhin sandte ich den Kropf- und Mageninhalt und die Leber des toten Vogels an das Giftzentrum in Göttingen. Mit 03.03.2009 erhielt ich das toxikologische Gutachten. Im Mageninhalt war u.a. Carbofuran gefunden worden, ein hoch toxisches und hier längst verbotenes Pflanzenschutzmittel, welches üblicherweise von Jägern zur Greifvogelvergiftung eingesetzt wird.

Am 17.03.2009 kontrollierte ich das Gebiet erneut, fand dabei noch mehr Schlachtabfälle von verschiedenen Wildtierkörpern, aber auch mehrere Überreste vom Bisam und erneut einen toten Mäusebussard daneben. Dieses teilte ich als Ergänzung zu meiner Anzeige vom 24.01.2009 noch am 17.03.2009 der Staatsanwaltschaft und der Umweltpolizei mit und fügte dabei das Giftgutachten aus Göttingen und Fotos von Fahrzeug-Reifenspuren an, die vermutlich vom Giftleger stammten, der täglich diese Stelle zu kontrollieren schien.

17.03.2009: erneuter Fund eines toten Mäusebussards an gleicher Stelle, der gut bemuskelt aber bereits von einem anderen Tier angefressen worden war. Die Aufnahme und Untersuchung dieses Vogels überließ ich der Polizei, die sich dazu nie geäußert hat und  vermutlich auch keine Untersuchung nicht veranlasste.

Foto: U. Robitzky

Durch den neuerlichen Fund wurde deutlich, dass weder Staatsanwaltschaft noch Polizei innerhalb einer Zeit von ca. 50 Tagen in der Sache vor Ort tätig geworden waren. Und das bei nachgewiesenem, ausgelegtem und für jedermann erreichbarem Gift!

Wie sich dann später herausstellte, sind sie vermutlich überhaupt nie tätig geworden. Ungefähr einen Monat später wurde ich bei der Kriminalpolizei in Itzehoe zu einem Vorfall vernommen, bei dem ein brütender Uhu vom Nest geschossen worden war, weil ich dieses ebenfalls angezeigt hatte. Dabei belehrte mich der Beamte darüber, dass ich künftig bei Fotos von Fahrzeugspuren doch wenigstens einen Gegenstand dazu legen möge, woraus sich Maße ableiten ließen. Nur über diese Feststellung weiß ich, dass die Ergänzungs-Anzeige bei der Staatsanwaltschaft angekommen und zur weiteren Bearbeitung an die Kriminalpolizei gesandt worden waren. Meine Anzeige mit dem Bild von der Fahrzeugspur war mir in dieser Vernehmung vorgelegt worden.

Die Ermittlungen zu beiden Anzeigen, der Rattengiftfund von Dieter und meine vergifteten Mäusebussarde wurden wenig später von der Staatsanwaltschaft eingestellt, worüber wir entsprechende schriftliche Bescheide erhielten. Weil nach unseren Erfahrungen in vergleichbaren Fällen die Täter immer munter weiter machten, vereinbarten wir beide, diese Stellen im Auge zu behalten und gelegentlich nachzukontrollieren. Ein Jahr später hatten Mäusebussarde in dem Wald ein Nest errichtet, waren dann aber plötzlich verschollen. Auch wurde weiter Luder ausgelegt. Tote Bussarde fanden wir jedoch nicht mehr, waren aber sicher, dass diese vorkommen sollten und von anderen rechtzeitig vor uns weggesammelt würden.

 

Am 9.2.2012 fielen Dieter in dem gleichen Wald mehrere Tannen-/Fichtenzweige auf, die trotz des frisch gefallenen Schnees nicht mit Schnee bedeckt waren, also an diesem Tag oder am Vortag so ausgelegt wurden. Unter einem Zweig lag ein Ei, unter einem anderen eine teils zersetzte Frucht (Backpflaume?) und ein orangefarbenes Pulver (vermutlich Gift), unter einem dritten Zweig lag ein leeres Kunststoffrohr.

09.02.2012: Backkpflaumen (?) mit orangefarbenem Pulver, vermutlich Gift, an einem Waldstück bei Eggstedt und unter Tannenzweigen im Schnee halb verborgen. Foto: D. Grade

Am 12.4.2012 wollte er die Beobachtungen vom 9.2. überprüfen, wurde dann aber von dem Jagdpächter mit Schlägen aus dem Wald getrieben. Dieser benutzte dabei auch einen kleinen Kunststoffkanister, mit dem der
Jagdpächter aus dem Wald kam und der vermutlich ein flüssiges Insektizid enthielt (ich fand schon zwei davon in anderen Wäldern und konnte solches nachweisen). Dieter erstatte daraufhin Anzeige wegen Nötigung und Körperverletzung gegen Unbekannt und wies ebenso auf die bekannten Vergiftungsfälle hin. Dabei bat er um Überprüfung darum, ob hier nicht schon wieder Wildtiere verbotswidrig vergiftet würden. Er bot dabei an, dass wir beide uns wegen unserer Orts- und Sachkenntnis bei der Begehung zur Verfügung stellen würden.

Am 15.5.2012 erhielt er daraufhin ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Itzehoe. Darin wurde ihm mitgeteilt, dass der Jagdpächter die Vorwürfe bzgl. der Nötigung und Körperverletzung bestritten habe und damit das Verfahren eingestellt worden sei. Das war für ihn auch nachvollziehbar, da es keinen Zeugen gab. Dabei waren aber die Hinweise auf den Vergiftungsfall ignoriert worden.

Am 22.5.2012 wies er die Staatsanwaltschaft erneut auf den konkreten Vergiftungsverdacht hin und darauf, dass dort ein Giftgutachten vorliegen müsse, welches die Vergiftung eines Bussards in diesem Wald beweist. Am 25.5.2012 teilte ihm die Staatsanwaltschaft Itzehoe dann mit, dass der Vorwurf der Vergiftung von Mäusebussarden von der zuständigen Polizeidienststelle überprüft worden sei und sich keine Anhaltspunkte zu Vergiftungen von Wildtieren ergeben hätten. Nun schrieb Dieter zurück, dass doch bei dem Fund des toten Bussards ein Polizist der Polizeistation Burg zugegen gewesen war und dass dieser Polizist selber Jäger und dieser möglicherweise befangen sei. Die Antwort der Staatsanwaltschaft Itzehoe kam prompt: sie halte es für eine Unterstellung, die Dieter untermauern müsse. Am 30.5.2012 sandte er der Staatsanwaltschaft deshalb noch einmal eine Kopie meiner Anzeige vom 24.1.2009 zu, legte das Giftgutachten aus Göttingen und einen Vermerk von mir bei, in dem ich bestätige, dass ein Polizeibeamter aus Burg zugegen gewesen sei. Eigentlich aber sollte man doch davon ausgehen können, dass so etwas bei der Staatsanwaltschaft nicht verloren gehen kann. Darin täuschten wir uns wohl, denn dort, so die Antwort ist das Gutachten angeblich nicht bekannt. Mehr noch: Die Staatsanwaltschaft bestreitet die Existenz dieses Gutachtens und behauptet darüber hinaus, dass der Polizeidienststelle keine Anzeige wegen vergifteter Mäusebussarde vorläge. Ihm wurde aber die Möglichkeit der Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Itzehoe eingeräumt. Ferner wurde ihm mitgeteilt, dass die Anzeige von Robitzky aus Datenschutzgründen nicht an Dritte weiter gegeben wird. Um diese Auskunft hatte er aber gar nicht gebeten. Aber immerhin wurde damit indirekt bestätigt, dass sie dort doch vorhanden sein müsse.

Am 10.6.2012 beschwerte er sich daraufhin über die Staatsanwaltschaft Itzehoe bei der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig mit der bekannten Begründung (seiner Anzeige wegen Vergiftungsverdachts wurde nicht nachgegangen und die Vergiftung eines Bussards und das Vorliegen eines Giftgutachtens bestritten). Daraufhin bekam er vom Leitenden Oberstaatsanwalt aus Itzehoe am 04.10.2012 mitgeteilt, dass dieser sämtliche Ermittlungsverfahren von mir in diesem Jahr (meint 2012, worum es aber nie gegangen war) eingesehen und keinen Fall von vergifteten Mäusebussarden vorgefunden habe. Zur möglichen Befangenheit des Polizeibeamten verwies er auf die Möglichkeit, sich beim Dienstvorgesetzten beschweren zu können. So beschwerte Dieter sich am 9.10.2012 beim Justizministerium (Ministerium für Justiz, Kultur und Europa) über den Leitenden Oberstaatsanwalt in Itzehoe unter erneuter Schilderung des Gesamtvorganges und insbesondere deshalb, weil dieser ihm vorgelegte Beweise, nicht beachtete und auf den Sachverhalt auch gar nicht richtig einging. Mit einer Kopie des Sachverhalts wurde durch Dieter zugleich eine Beschwerde beim Innenministerium zum Verhalten des Polizeibeamten der Polizeistation Burg eingereicht. Die Antworten von beiden Stellen kamen prompt mit jeweiligen Schreiben vom 16.10.2012. Das Innenministerium hatte das Schreiben an das Justizministerium weiter geleitet (vermutlich, ohne es richtig zu lesen) und das Justizministerium das Schreiben an den Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig (vermutlich ebenfalls, ohne es richtig zu lesen, denn der G-Staatsanwalt war ja bereits schon einmal angeschrieben worden).

 

Am 21.10.2012 schrieb Dieter das Innenministerium erneut an, wies nochmals auf Sachverhalt hin und bat um
Überprüfung möglichen Fehlverhaltens. Insbesondere wies er darauf hin, dass ich selbst doch den Polizeibeamten vor Ort informiert habe und dieser Bescheid  gewusst haben müsse.
Die Antwort aus dem Innenministerium kam mit Schreiben vom 07.11.2012 recht schnell. Und weil der Sachverhalt jetzt  eskalierende Züge erhält, wird der Text wörtlich wiedergegeben.

 „Sehr geehrter Herr Grade,

seit nunmehr drei Jahren (seit 2009) sind allein beim Landespolizeiamt Korrespondenzen zwischen Ihnen und Dienststellen der Polizeidirektion Itzehoe unterschiedlicher Ebenen dokumentiert. Der Vorgang füllt schon mehr als einen dicken Leitzordner. Ich habe mir den gesamten Vorgang vorlegen lassen, um etwas Übersicht und Ordnung in ihre Korrespondenzfülle zu wahren. Die Korrespondenzen drehen sich im Kreise und muten recht fruchtlos an. Das ist weder im hiesigen, noch kann es in Ihrem Interesse sein. Ich konnte mich bei Durchsicht davon überzeugen, dass Ihnen die maßgeblichen Gesichtspunkte, die zur abschlägigen Beantwortung ihrer Anliegen geführt haben, bereits mehrfach und detailliert geschildert wurden; sowohl vom Landespolizeiamt, der Polizeidirektion Itzehoe, dem Leitenden Staatsanwalt Itzehoe als auch der Staatsanwaltschaft Itzehoe.Sie sind mit den sogenannten „Jägern/Jagdaufsehern“ auf Kriegsfuß und meinen, darüber bei der Landespolizei Klage führen zu können. Sie meinen zudem, bei Polizeidienststellen beanstanden zu können, wenn diese bei Verdacht von Straftaten durch Vergiften von Wildtieren nicht alles beachtet hätten, was Ihnen, Herr Grade, maßgeblich und sachgerecht erscheint. Mit diesen Ansichten liegen Sie falsch. Dies müsste Ihnen mittlerweile bekannt sein, nachdem Sie mehrfach darüber aufgeklärt wurden. Aufgaben der Polizei bei Ermittlungen ist es nicht, Aussagen von Zeugen zu bewerten und bewertend selektiv in  Niederschriften zu dokumentieren. Vielmehr soll wörtlich festgehalten werden, was ausgesagt wurde. Nur so kann sich die verfahrensleitende Staatsanwaltschaft ein verlässliches eigenes Urteil bilden und ihre Entscheidung, ob Anklage zu erheben ist oder nicht, zugrunde legen. Die Polizei ist bei Strafermittlungen für die jeweilige Staatsanwaltschaft tätig, die Herrin des Verfahrens ist. Auch für das Gericht kommt es unter Umständen auf verlässlich dokumentierte polizeiliche Protokolle an. Deshalb darf ein Polizeibeamter Aussagen, die vor ihm von Zeugen gemacht worden sind, gar nicht unter dem Gesichtspunkt evtl. Unerheblichkeit verkürzen; und erst recht darf er sich beim Protokollieren nicht danach richten, ob Ihnen, Herr Grade, die Aussage im Sachverhalt gefällt oder nicht. Deshalb sind die von Ihnen vorgetragenen Einwände gegen die Dienstpflichtverletzung durch den Polizeibeamten K… unsubstantiiert und ergeben
nach wie vor keinerlei Anlass, von hier irgendetwas zu überprüfen.

Solch fruchtlose, nach den erfolgten Belehrungen mutwillige Korrespondenz bindet unnötige Arbeitskraft, die dann für  anderes fehlt und für die Sie – als Steuerzahler – aufkommen müssen. Das kann doch schwerlich Ihr Interesse sein.Die Polizeidirektion Itzehoe erhält eine Kopie dieses Schreibens zur Kenntnis“. 

An dieser Stelle muss ich kurz nochmals schildern, worum es überhaupt ging. Der Polizeibeamte K., der Polizeistation Burg, der auch noch selbst Jagdpächter ist, hatte auf Nachfrage der Staatsanwaltschaft Itzehoe auf Vorfälle zu vergifteten Mäusebussarden im gleichen Revier dieses für die Vergangenheit verneint und damit bewusst gelogen. Diese Verneinung war aber wesentlich für die erste Begründung einer Ablehnung der Staatsanwaltschaft gewesen, ein Ermittlungsverfahren wegen einer möglichen neuen Giftauslegung einzuleiten.

Besonders interessant an der Begründung des Innenministeriums ist nun, dass mit nicht einer Silbe auf diesen Sachverhalt eingegangen wird, obwohl die Unterlagen dazu zur Verfügung gestellt worden waren und man mich, einen Polizeihauptkommissar a.D. dazu hätte befragen können. Im Gegenteil dazu wird gelogen und langatmig und ganz bewusst diskriminiert. Hier wollte jemand Fakten schaffen der Gestalt, dass man es in Dieter mit einem typischen Querulanten zu tun habe, auf den künftig niemand mehr zu hören brauche. Das war üble, hinterhältige und unterste Schublade zugleich! Es wiegt um so schwerer, als diese Institution sich nicht nur selbst an Recht und Gesetz zu halten hat, sondern in besonderer Weise dazu ausgebildet wird darauf aufzupassen, dass dieses auch von Bürgern beachtet wird.

 

Dieses Schreiben konnte so nicht stehen bleiben. Aus der längeren Antwort von Dieter vom 09.11.2012 werden dazu nur einige Passagen wiedergegeben:

„Ich habe den Eindruck, dass Sie Tatsachen unwissend oder auch willkürlich verdrehen oder aber einfach ignorieren. In Ihren Augen bin offensichtlich ich derjenige, der Ihnen und anderen Behörden nur Arbeit bereitet. Weiterhin werden Sie mehrfach in Ihrem Schreiben unsachlich („… und erst recht darf er sich beim Protokollieren nicht danach richten, ob Ihnen, Herr Grade, die Aussage im Sachzusammenhang gefällt oder nicht“). Es geht nicht darum, was mir gefällt oder nicht gefällt, sondern darum, dass bei einer Straftat die Beweise richtig gesichert werden. Und das ist hier offensichtlich nicht gemacht worden.

Sie schreiben, dass sich die Korrespondenz im Kreise dreht. Damit haben Sie wohl Recht. Dafür allerdings bei mir die Schuld zu suchen bzw. mir Vorwürfe zu machen, zeigt mir, dass Sie den Ihnen vorliegenden Aktenordner vielleicht angesehen, den Inhalt der Schreiben aber nicht vollständig erfasst haben oder über wichtige Tatsachen hinwegsehen, unbewusst oder bewusst.

Sie behaupten, dass mir div. Behörden bereits mitgeteilt hätten, aus welchem Grunde  der Fall nicht verfolgt wird. Dazu möchte ich einmal meinen Eindruck wiedergeben.
Schon mehrfach habe ich Staatsanwaltschaften und Ministerien darauf hingewiesen, dass in dem Wald bei Eggstedt Gift gegen Wildtiere eingesetzt wird. Wenn sich die Behördenmitarbeiter davon belästigt fühlen, dann kann ich dieses nur als einen Versuch werten, Fehler, die bei den Ermittlungen gemacht wurden, zu vertuschen.
Wenn man bis zu diesem Zeitpunkt noch ein volles Vertrauen in die zuständigen Behörden hatte, dann wird dieses Vertrauen zu diesem Zeit erheblich erschüttert. Da es aber nicht der erste Fall von Vertuschung bei Behörden ist (ich denke da an verschiedene Fälle bei Jugendämtern, insbesondere aber auch an die „NSU-Affäre“), habe ich auch im Fall der Vergiftung von Wildtieren den Verdacht, dass dort etwas verschleiert werden soll. Gleichzeitig wird mein Eindruck, dass auch Korruption
im Spiel sein könnte, deutlich verstärkt.
Ich werde mir überlegen, ggf. die Medien über diesen Fall zu informieren. Parallel dazu werde ich den Fall auf meiner Internetpräsentation ausführlich dokumentieren.“

 Dass bei solchen und ähnlichen Fällen Korruption eine große Rolle spielen könnte glauben wir schon länger. So wandte sich Dieter am 14.11.2012 unter Schilderung des Gesamtsachverhaltes an den Korruptionsbeauftragten des Landes. Die Rückmeldung kam prompt per Email: „Er hätte auch nur das empfohlen, was Dieter bereits unternommen hatte.“ Dieters Kommentar dazu war dann, dass einer möglichen Korruption dann wohl nur auf unteren Ebenen nachgegangen würde. 

Mit 28.12.2012, noch eben vor Jahresende, kam die Antwort vom Generalstaatsanwalt Schleswig. Er habe die Vorgänge geprüft, jedoch auch unter Berücksichtigung weiteren Vorbringens keinen Anlass gefunden, die Entscheidungen zu beanstanden.  Insbesondere habe die Dezernentin in Itzehoe die Einleitung von Ermittlungen zu Recht abgelehnt, weil keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür bestanden, dass dort erneut Mäusebussarde oder andere Greifvögel vergiftet sein könnten. Unter Tannenzweigen versteckte Eier reichen nicht aus, um ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz einzuleiten oder Kontroll-, Observierungs- bzw. Suchmaßnahmen durch die Polizei in dem Waldstück nördlich von Eggstedt durchzuführen. Der Leitende Oberstaatsanwalt in Itzehoe hat daher zu Recht ihre Dienstaufsichtsbeschwerde zurückgewiesen.

 

Fazit:

Alle staatlichen Institutionen missachteten Fakten und bogen und logen sich die Dinge so hin, wie sie glaubten, darauf nicht reagieren zu müssen. Das erlebten wir nicht erstmalig und hat System!

Sie werden auch dann nicht tätig, wenn, wie an gleich mehreren Orten jährlich wiederkehrend, brütende Habichte und Uhus nachweislich vom Nest geschossen werden.Umgekehrt entwickeln solche Institutionen sofort besonderen und selbst für Beamte ungekannten Ehrgeiz, wenn es darum geht, gegen diejenigen vorzugehen, die etwas an Jägern oder Jagd auszusetzen haben. Und auch dabei werden Gesetze mit Füßen getreten. Auch das ist Teil des Systems. Lesen Sie bitte dazu auch den Entenfall aus Lehrsbüttel.Es ist das eine schlimme Entwicklung, in der eine nicht so ganz kleine Gruppe mit kriminellen Methoden Tieren nachstellt, um ihrem Hobby zu frönen und vom Staat dabei ganz offensichtlich gedeckt wird, weil viele Staatsdiener und Politiker selber Mitglieder dieser Gruppe sind. Die Grundfesten des Staates basieren aber auf Recht und Gesetz. Und wenn diese zum Teufel gehen, hat jeder nach unserem Grundgesetz das Recht auf Widerstand. Welche Möglichkeiten ergeben sich aber, Tier- und Artenschutz durchzusetzen, wenn selbst Staatsdiener die Gesetze nicht beachten? Wir müssen dazu dringend zur Selbsthilfe kommen! Rechtliche Möglichkeiten, z.B. zur Festnahme auf frischer Tat durch Jedermann, gibt es genug. Lasst es uns angehen!

 

Uwe Robitzky                                                                                       Odderade, den 09.01.2012

 

 

 

 

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